Leiterprüfung · DGUV Information 208-016 Leiterprüfung – Checkliste, Frist, Protokoll.
Leitern und Tritte gehören zu den häufigsten Unfallursachen im Betrieb – und zu den am schlechtesten dokumentierten Arbeitsmitteln. Hier steht, was die DGUV Information 208-016 verlangt, und wie Kalibrat jede Leiter mit QR-Code, Prüfpunkten und Erinnerung führt.
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Wie oft müssen Leitern geprüft werden?
Eine feste Frist steht in keiner Vorschrift. Der Arbeitgeber legt sie nach § 3 BetrSichV in der Gefährdungsbeurteilung fest, die DGUV Information 208-016 verlangt eine regelmäßige Prüfung durch eine befähigte Person. Üblich ist einmal im Jahr, bei starker Beanspruchung – Baustelle, Außeneinsatz, Transport im Fahrzeug – öfter. Dazu kommt die Sichtprüfung vor jeder Benutzung durch den, der auf die Leiter steigt.
| Arbeitsmittel / Gerät | Richtwert | Rechtsgrundlage und Regelwerk | Wer prüft |
|---|---|---|---|
| Leiter / Tritt | jährlich | DGUV Information 208-016; § 14 BetrSichV; DIN EN 131 | Befähigte Person (TRBS 1203) |
Checkliste für die Leiterprüfung
Diese Prüfpunkte zeigt Kalibrat bei jeder Leiter und jedem Tritt – abhaken, speichern, fertig:
Prüfpunkte Leiter und Tritt
- Holme, Sprossen und Stufen unbeschädigt und fest
- Spreizsicherung, Gelenke und Verriegelungen funktionsfähig
- Leiterfüße / rutschhemmende Auflagen vorhanden
- Kennzeichnung und Benutzungshinweise lesbar
Dazu gehören in der Praxis: Leiterart und Einsatzbereich passen zueinander, die Leiter ist nicht behelfsmäßig repariert, und bei Anlegeleitern ist die Traverse bzw. Standverbreiterung vorhanden, wo der Hersteller sie vorsieht.
Wer darf Leitern prüfen?
Eine befähigte Person nach TRBS 1203: jemand mit Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnaher Tätigkeit auf dem Gebiet. Ein Lehrgang ist nicht vorgeschrieben, hilft aber, die Fachkunde nachzuweisen. Wen der Betrieb als befähigte Person bestimmt, entscheidet der Arbeitgeber – in Kalibrat steht die Befähigung mit Gültigkeit beim Prüfer. Wer als befähigte Person gilt →
Prüfprotokoll und Prüfaufkleber
Ins Protokoll gehören: Nummer bzw. Kennzeichnung der Leiter, Art und Standort, Datum, Name des Prüfers, die geprüften Punkte mit Ergebnis, festgestellte Mängel mit Maßnahme und der nächste Prüftermin. Kalibrat schreibt genau das bei jeder Prüfung mit – unveränderlich und als PDF abrufbar.
Eine bestimmte Plakette schreibt keine Vorschrift vor. Bewährt hat sich der Prüfaufkleber mit dem nächsten Termin: Wer die Leiter nimmt, sieht vor der Benutzung, ob sie geprüft ist. Kalibrat druckt ihn nach der Prüfung, in der Jahresfarbe und mit QR-Code. Prüfplaketten: Farben und Jahre →
So läuft die Leiterprüfung mit Kalibrat
- Alle Leitern und Tritte mit Nummer, Art und Standort – aus Ihrer Excel-Liste übernommen oder einzeln angelegt.
- Rundgang: Kalibrat stellt die fälligen Leitern zusammen, am Telefon scannen Sie den QR-Code und haken die Prüfpunkte ab.
- Nicht in Ordnung? Die Leiter wird gesperrt, bis sie instand gesetzt oder ausgesondert ist – und steht dann nicht mehr als verfügbar im Verzeichnis.
- Vor der nächsten Frist kommt die Erinnerung per E-Mail.
Fragen zur Leiterprüfung
Wie oft müssen Leitern geprüft werden?
Eine feste Frist steht in keiner Vorschrift; der Arbeitgeber legt sie nach § 3 BetrSichV in der Gefährdungsbeurteilung fest. Üblich ist die jährliche Prüfung durch eine befähigte Person nach DGUV Information 208-016, bei starker Beanspruchung öfter – und vor jeder Benutzung eine Sichtprüfung.
Wer darf die Leiterprüfung durchführen?
Eine befähigte Person nach TRBS 1203 mit Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnaher Tätigkeit. Ein Lehrgang ist nicht vorgeschrieben; wer als befähigte Person gilt, legt der Arbeitgeber fest.
Was gehört in das Prüfprotokoll einer Leiter?
Kennzeichnung der Leiter, Art und Standort, Datum, Prüfer, die geprüften Punkte mit Ergebnis, festgestellte Mängel mit Maßnahme und der nächste Prüftermin.
Ist ein Prüfaufkleber auf der Leiter Pflicht?
Eine bestimmte Plakette schreibt keine Vorschrift vor. Der Prüfstatus soll aber nachweisbar sein, und der Aufkleber mit dem nächsten Termin ist der übliche Weg, ihn auch an der Leiter erkennbar zu machen.
Was passiert mit einer beschädigten Leiter?
Sie wird sofort der Benutzung entzogen und gekennzeichnet, dann fachgerecht instand gesetzt oder ausgesondert. In Kalibrat sperrt das Ergebnis „nicht in Ordnung“ die Leiter, bis jemand sie begründet wieder freigibt.
Jede Leiter geprüft – und jeder weiß es.
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