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Prüfmittelverwaltung mit Excel: Vorlage und ehrliche Grenzen

Die meisten Prüfmittelverzeichnisse in deutschen Werkstätten sind Excel-Mappen, und das ist kein Makel. Verboten ist es nicht, und für kleine Bestände ist es die vernünftige Lösung. Hier ist eine brauchbare Vorlage – und danach die drei Stellen, an denen Excel im Audit tatsächlich Ärger macht.

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Alle Spalten, die ISO 9001 Abschnitt 7.1.5 und die üblichen Regelwerke erwarten, mit fünf ausgefüllten Beispielzeilen und Platz zum Weiterschreiben. Semikolon-getrennt und mit Kennung für deutsche Zeichen – das heißt: Doppelklick öffnet sie in Excel richtig, ohne dass alles in einer Spalte landet.

Vorlage herunterladen (CSV, 1 kB)

Keine Anmeldung, keine E-Mail-Adresse, kein Newsletter. Sie können sie behalten, auch wenn Sie hier nie wieder vorbeikommen.

Welche Spalten hineingehören

Weniger, als viele Vorlagen im Netz anbieten – aber jede davon aus einem Grund.

SpalteWarum sie gebraucht wird
Interne Nummer Die eindeutige Kennzeichnung. Sie steht auch auf der Plakette und verbindet Gerät und Eintrag. Ohne sie ist alles andere wertlos.
Bezeichnung, Geräteart Was es ist. Die Geräteart entscheidet über Regelwerk und übliches Intervall.
Hersteller, Serien-Nr. Für die Identität des einzelnen Geräts – wichtig, sobald zwanzig gleiche Messschieber im Schrank liegen.
Messbereich Ob das Gerät für die anstehende Messung überhaupt geeignet ist. ISO 9001 fordert Eignung, nicht nur Kalibrierung.
Toleranz / Fehlergrenze Der Maßstab, an dem das Prüfergebnis gemessen wird. Fehlt sie, ist „in Ordnung“ eine Meinung.
Abteilung oder Person, Standort Wo es steht und wer es verantwortet – sonst findet es beim Prüftermin niemand.
Intervall In Monaten. Je Gerät, nicht pauschal. Wie man es festlegt.
Letzte Prüfung Das Datum, aus dem sich alles Weitere errechnet.
Fälligkeit Errechnet, nicht getippt. In Excel eine Formel – und genau hier beginnt Problem Nummer eins.
Prüfung durch, Fremdfirma, Zertifikat-Nr. Intern oder extern. Bei extern die Firma und die Nummer des Kalibrierscheins – das ist Ihre Rückführbarkeit nach 7.1.5.2.

Die drei Stellen, an denen Excel wirklich scheitert

Nicht „Excel ist unprofessionell“. Drei konkrete Dinge, die regelmäßig schiefgehen.

1. Die Historie fehlt – und genau sie wird gebraucht

In der typischen Mappe steht eine Zeile je Gerät, und beim Prüfen wird das Datum überschrieben. Damit ist die vorherige Prüfung weg.

Das fällt jahrelang nicht auf, bis der Fall eintritt, den ISO 9001 Abschnitt 7.1.5.2 ausdrücklich regelt: ein Messmittel stellt sich als nicht in Ordnung heraus, und nun muss bewertet werden, welche früheren Messergebnisse betroffen sind. Ohne Historie lässt sich das nicht beantworten – man weiß nicht einmal, seit wann das Gerät abwich.

2. Niemand kann sagen, wer was wann geändert hat

Abschnitt 7.5.3 verlangt, dass dokumentierte Information gegen unbeabsichtigte Änderung geschützt und ihre Lenkung nachvollziehbar ist. Eine Datei auf einem Netzlaufwerk, an der fünf Leute schreiben, erfüllt das nicht: ein verrutschtes Datum sieht später aus wie ein gültiger Eintrag.

Abhilfe in Excel: Blattschutz, Versionierung, ein zweites Blatt als Prüfprotokoll, in das nur angehängt wird. Machbar – aber es muss auch diszipliniert gelebt werden, jeden Tag, von allen.

3. Die Fälligkeit rechnet still falsch

Der Klassiker: eine Zeile wird kopiert, der Formelbezug verschiebt sich, und ein Gerät bekommt eine Fälligkeit aus einer fremden Zeile. Es steht ein Datum da, es sieht richtig aus, und niemand merkt es – bis der Auditor die Stichprobe zieht.

Der zweite: ein Gerät wird als „n. i. O.“ vermerkt und weiter benutzt, weil eine Tabelle nichts sperren kann. Sie zeigt nur an.

Wann Excel völlig ausreicht: unter etwa 30 Geräten, mit einer einzigen Person, die pflegt, mit Blattschutz und einer zweiten Tabelle für die Prüfhistorie. Dann ist der Aufwand für eine eigene Anwendung nicht gerechtfertigt, und niemand sollte Ihnen etwas anderes verkaufen.

Wann es kippt: sobald mehrere Leute prüfen, sobald Geräte gesperrt werden müssen, sobald ein Kunde oder Auditor die Historie eines einzelnen Geräts sehen will – oder sobald jemand fragt, welche Teile mit einem auffälligen Messmittel gemessen wurden.

Der Umstieg, wenn es soweit ist

Was in der Mappe steht, ist nicht verloren. Kalibrat liest CSV und Excel, erkennt die Spalten und ordnet sie zu: aus „Schieblehre“ wird ein Messschieber mit Prüffrist und Rechtsgrundlage, aus „Kettengehänge“ ein Anschlagmittel. Vor dem Übernehmen zeigt ein Testlauf Zeile für Zeile, was angelegt würde.

Zwei Dinge, die dabei ausdrücklich nicht passieren: es werden keine Prüfdaten erfunden – was in der Datei nicht steht, bleibt leer –, und doppelte interne Nummern werden vorher gemeldet, nicht hinterher.

Und wer die Liste nur als abfotografiertes Blatt hat, weil sie seit Jahren handschriftlich geführt wird: auch ein Foto lässt sich auslesen.

Erst ausprobieren, dann entscheiden

Bis 20 Geräte dauerhaft kostenfrei, ohne Zahlungsdaten. Laden Sie Ihre Mappe hoch und sehen Sie sich den Testlauf an – wenn Sie danach bei Excel bleiben, haben Sie zumindest eine aufgeräumte Spaltenliste.

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Stand: September 2026. Diese Seite gibt den fachlichen Sachstand wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die jeweils geltenden Fassungen der von Ihnen angewandten Normen und Vorschriften.

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